Gesundheitslexikon
Im Gesundheitslexikon erhalten Sie ausführliche Informationen und Definitionen zu diversen Stichwörtern rund um Ernährung und Gesundheit.

Urheber dieses Lexikons ist die Reformhaus Fachakademie. Inhaltliche Abweichungen zu den granoVita Produktinformationen sind daher grundsätzlich möglich.




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Antioxidanzien

Antioxidanzien sind Stoffe, die freie Radikale abfangen können. Ein Überschuss an freien Radikalen im Stoffwechsel führt zu den so genannten free radical deseases, also Krankheiten, die durch freie Radikale verursacht werden. Dazu zählen z.B. Arteriosklerose, Krebs oder Rheuma. Antioxidanzien üben somit eine wichtige Schutzfunktion im Stoffwechsel aus.

Freie Radikale:

Als freie Radikale werden Atome oder Molekülbruchstücke bezeichnet, die ein ungepaartes Elektron (negativ geladenes Teilchen - Bestandteil von Atomen) tragen. Das einzelne Elektron verleiht den Radikalen eine enorme chemische Aggressivität (Reaktivität), da sie zur Erreichung eines stabilen Zustandes einer anderen Substanz ein Elektron entreißen müssen.Durch diese Reaktion entsteht wiederum ein Radikal, und die ganze Reaktionskette wiederholt sich von neuem. Die Radikalkettenreaktion setzt sich so lange fort, bis sich zwei Radikale miteinander verbinden oder ein Antioxidans, ohne weiter zu reagieren, die Reaktion unterbricht.
Die physiologische Bedeutung der Radikale liegt in der Abwehr von Bakterien, Viren und Krebszellen im normalen Alterungsprozess.
Freie Radikale können auf allen zellulären Ebenen oxidative Prozesse auslösen. Im Überschuss gebildet, haben sie zellschädigende Wirkungen.
Besonders gefährdet für das zerstörerische Wirken von freien Radikalen sind die an mehrfach ungesättigten Fettsäuren reichen Phospholipide der Zellmembranen.

Radikalquellen:

Freie Radikale werden kontinuierlich als Nebenprodukte des Zellstoffwechsels gebildet. Hinzu kommen Radikale, die aus der Umwelt stammen über Chemikalien, UV-Strahlung, Ozon, Stickoxide, Schwefelverbindungen und Zigaretten. Durch einen Zug aus einer Zigarette werden etwa 1015 Radikale inhaliert. Die Entgiftung des gleichzeitig inhalierten Teers produziert weitere 1014 Radikale.

Antioxidative Schutzsysteme:

Schutz vor den Wirkungen von freien Radikalen bieten antioxidative Schutzsysteme, die im Laufe der Evolution entstanden sind. Die wichtigsten Antioxidanzien sind die Spurenelemente Kupfer, Mangan, Selen und Zink als Bestandteile der antioxidativen Enzyme Glutathionperoxidase und Superoxiddismutase sowie Vitamin E, beta-Carotin und Vitamin C. Die Übersicht zeigt die wichtigsten Antioxidanzien und ihre Lokalisation im Stoffwechsel:

Antioxidanzien im Stoffwechsel:

Enzymatisch
Mitochondrial Cytochrom-Oxidase-System (Kupfer/Eisen)
 
Superoxiddismutase (Mangan)
Zytosolisch Superoxiddismutase (Mangan)
 
Glutathionperoxidase (Selen)
 
Katalase (Eisen)
Membran Glutathionperoxidase (Selen)
Nicht Enzymatisch
Membran (lipophil) alpha-Tocopherol (Vitamin E)
 
beta-Carotin (Provitamin A) u.a. Carotinoide
 
Lykopin
 
Ubichinon
Zytosolisch (hydrophil) Vitamin C Transferrin (bindet Eisen)
 
Glutathion Albumin (bindet Schwermet.)
 
Harnsäure Cystein
 
Coeruloplasmin (enthält Kupfer)
 
Metallothionein (enthält Zink)

Sekundäre Pflanzenstoffe: Polyphenole (Flavone, Flavonoide), Anthocyane, Tannine u.a.

Die antioxidativen Schutzsysteme beeinflussen sich wechselseitig. Es besteht aber nur bis zu einem gewissen Grad eine Austauschbarkeit der Antioxidanzien. Durch ihre gegenseitige Regeneration üben sie jeweils auf die anderen einen Spareffekt aus, ohne sich gegenseitig ersetzen zu können. Beispielsweise wird zur Regeneration von Vitamin E das Vitamin C benötigt.



Literatur
  • Konopka, P.: Krebs, Immunsystem und Ernährung; Ratgeber der II. Medizinischen Klinik, Klinikum Augsburg
  • Krämer, K.: Antioxidanzien in der Onkologie; Dtsch. Zschr. Onkol. 26, 3 (1994)
  • Müller-Wohlfarth,H.-W.: So schützen Sie Ihre Gesundheit; Zabert Sandmann

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