Urheber dieses Lexikons ist die Reformhaus Fachakademie. Inhaltliche Abweichungen zu den granoVita Produktinformationen sind daher grundsätzlich möglich.
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Pastinake
Die Pastinake gehört zu den ältesten Sammelpflanzen der eurasischen Urbevölkerung. Die Rübe der Pastinake sieht aus wie eine zu groß geratene Petersilienwurzel. In Frankreich, den Niederlanden, Skandinavien und in den USA ist die Pastinake eine geschätzte Delikatesse im Gegensatz zu Deutschland, wo sie nur in sehr geringem Umfang angebaut wird.
Botanik:
Botanischer Name: Pastinaca sativa, gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie ist eine zweijährige 30 - 125cm hoch werdende Pflanze, die - wie Möhre und Petersilie - im ersten Jahr eine Wurzelrübe und im zweiten Jahr in Dolden stehende, sattgelbe Blüten entwickelt. Auch in ihrem Äußeren ähnelt sie den beiden vorgenannten Wurzelgemüsen. Ihre Blätter sind größer und gröber fiederspaltig, oberseits meist glänzend, unterseits weichhaarig und die Rüben, deren Hauptwachstum erst im September und Oktober stattfindet, werden länger, bis 40cm, und schwerer, 800 bis 1500g. Sie ist meist walzig oder spindelförmig mit einem dicken Kopfteil und unten spitz zulaufend, oder auch mehr kugelig, meist einfach oder nur wenig ästig, mit kleinen dünnen Nebenwürzelchen.
Außen ist sie gelblich-bräunlich, mit dunklen Ringstreifen, innen fleischig, weiß oder gelb bis bräunlich.
Herkunft und Anbau:
Die Wildform der Pastinake ist mit wenigen Ausnahmen in ganz Europa verbreitet. Aber auch als Kulturpflanze war die Pastinake schon im Altertum bekannt. In Mitteleuropa war sie bis zum 18. Jahrhundert eine wichtige Grundnahrungspflanze, bis sie von der Kartoffel und Möhre verdrängt wurde.
Die Pastinake hat eine große Anbaubreite, am besten gedeiht sie im maritimen Klima. Den größten feldmäßigen Anbau finden wir heute in England, in den skandinavischen Ländern, Frankreich, in den Niederlanden und auch in den USA.
Sorten:
Das deutlichste Unterscheidungsmerkmal zwischen Pastinakensorten ist die Länge der Wurzel. Es gibt Sorten mit kurzen, halblangen und langen Wurzeln. Kurze, aber sehr gleichmäßige Wurzeln hat "Avonresister", größere Rüben hat die in Deutschland meist angebaute "Halblange Weiße" und durch lange Wurzeln zeichnet sich die "Lange Weiße" aus.
Verwendung/Küchentechnik:
Pastinaken haben einen sehr würzigen Geschmack. Sie werden roh als Salat, häufiger aber gekocht wie Möhren verzehrt, d.h. unter fließendem Wasser gewaschen oder gebürstet, evtl. geschält, in Würfel, Scheiben oder Stifte geschnitten und gekocht, geschmort, in wenig Wasser gedünstet (Garzeit 25 Minuten) oder im Schnellkochtopf im Siebeinsatz gedämpft (Garzeit 7 Minuten). In dieser Form werden sie gemischt mit Kartoffeln und anderem Gemüse gegessen, da sie allein oft zu würzig schmecken. Man verwendet Pastinaken zu Soßen, Suppen, Gemüseeintöpfen, z.B. dem Pot au feu, zu Pastinaken-Soufflé, als Püree oder als Beilage zu Roastbeef und anderen Fleischgerichten.
| Inhaltsstoffe in 100g Pastinaken: | ||||||||||||||||||
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Literatur
- AID-Verbraucherdienst: Broschüren "Gemüse", "Wildgemüse"; aid-Vertrieb DVG, Birkenmaarstr. 8, 53340 Meckenheim
- Lang, R.-M.: Feine und seltene Gemüse; Ulmer Verlag
- Liebster, G.: Warenkunde Obst & Gemüse Band 2 - Gemüse; Hädecke-Verlag.
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